Gesundheitskommunikation
zur psychischen Gesundheit

Trotz der steigenden Tendenz sind psychische Erkrankungen oft ein großes Tabu in Unternehmen. Es herrscht eine große Unsicherheit im Umgang mit Betroffenen, da die Grenzen zwischen beruflichen und persönlichen Faktoren nicht immer klar sind.

Gezielte Aufklärung, glaubwürdige Informationen und der Aufbau von Vertrauen sind die Basis im Umgang mit Gesundheitsthemen.

Leistungen

Beratung in der Implemetierung einer Gesundheitskommunikation:
Schwerpunkt psychische Gesundheitsförderung

  • Entwicklung von Zielen und Themenidentifizierung
  • Konzepterstellung zur internen Gesundheitskommunikation
  • Entwicklung von Maßnahmenplänen
  • Entwicklung eines Gesundheitsleitbild
  • Entwicklung von Kernbotschaften und Gesundheitskampagnen
  • Gründung und Moderation eines Steuerkreises psychische Gesundheit

Bitte senden Sie für ein Angebot eine E-Mail oder rufen Sie an unter +43 (0)650 6045078

Psychische Gesundheitsförderung

Zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz zählen zusätzlich zu den Arbeitsbedingungen, ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, Entspannungsmethoden und Vorsorgechecks zur Früherkennung.

Seminare und Coaching von Führungskräften sind wirksame Maßnahmen der Prävention.

Online oder Inhouse-Coaching

Coaching unterstützt Führungskräfte in der eigenen Gesundheitsförderung und im Umgang mit psychisch auffälligen Mitarbeitern.

  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Achtsamkeitstraining
  • Stressbewältigung/ Burnout

Die Dauer beläft sich auf 90 min per Skype, Inhouse 90-120 min.

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Seminare

Die Seminare sind für eine Gruppengröße von 6 bis 16 Teilnehmen angelegt. Sie finden als Inhouse-Seminar oder in den vom Auftraggeber extern angemieteten Räumlichkeiten statt.

Die Seminare sind erfahrungsorientiert mit einem wissensvermittelnden Input. Methodische Grundlagen sind der Gestaltansatz, systemische Interventionen und achtsamkeitsbasierte Verfahren.

Beispiele Seminarthemen

Achtsamkeit-Workshop

Achtsamkeit ist durch regelmäßige Praxis eine gut in den Alltag zu integrierende Haltung, die Entschleunigung ermöglicht.

Die Haltung der Achtsamkeit setzt den Fokus auf das Hier&Jetzt. Nur im Moment wird das gegenwärtige Erleben greifbar und mit einer bewussten Distanz beobachtbar.  Allein die Konzentration auf den Atem holt uns zurück ins Hier&Jetzt und in die körperliche Erfahrung.

Die Inhalte richten sich nach den Kundenbedürfnissen, der Gruppengröße und Dauer des Workshops:

  • Haltung der Achtsamkeit
  • Meditation/ Gehmeditation/ Atemmeditation
  • Achtsamkeit in der Natur
  • Achtsames Coaching
  • Übungen für Beruf und Alltag
Grenzen setzen – Grenzen achten

Viele Menschen sind bemüht, hilfsbereit und manchmal auch selbstlos zu sein. Dabei vergessen sie oft ihre eigenen Grenzen zu achten und anderen Grenzen zu setzen. Die Folge sind auf Dauer Überbelastung, Unzufriedenheit und Unproduktivität. Die Fähigkeit eigene Grenzen und die anderer Menschen zu erkennen, klare Grenzen zu setzen und zu achten, wirkt sich auf den Selbstwert, das Selbstbewusstsein und einen gesunden Lebensstil aus.

Eine Grenze ist eine „Grundstücksmarkierung“ und definiert den persönlichen Raum. Wo verlaufen die eigenen Grenzen? Wie sehen die eigenen Grenzen aus? Wie kann man sie wahrnehmen, schützen, übertreten?

System- und Organisationsaufstellungen für gesundheitliche Themen

System- und Organisationsaufstellungen sind eine effektive Methode, um unbewusste und unsichtbare Dynamiken und Beziehungen innerhalb und außerhalb der Organisation sichtbar zu machen. Ziel von Aufstellungen ist das Entwickeln von Lösungsbildern mittels räumlichen Umstellens und verbalen Interaktionen.

Hohe Krankheitsraten, Fluktuationen, Unzufriedenheit sind Ausdruck von psychischen Belastungen innerhalb einer Organisation. Aufstellungen können Klarheit geben und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Aufstellungen finden in unterschiedlichen Formaten statt:

  • Aufstellungsarbeit mit neutralen Repräsentanten (außerhalb der Firma)
  • Aufstellungen mit betroffenen Teams (bsp. Teamkonflikte), hier eignen sich verdeckte Aufstellungen mit dem Team
  • Aufstellungen zu externen Problemen oder allg. Firmenthemen (bsp. Geschäftskontakte, Kundenbedürfnisse, Leitbilder, Unternehmensziele)
  • Einzelaufstellungen in einem Coaching-Prozess
Stressbewältigung mit Hilfe von Aufstellungen

Im Laufe des Arbeitslebens sind wir immer wieder mit Situationen konfrontiert, die Stress erzeugen oder Krisen auslösen. Auf Dauer schädigt Stress die Gesundheit und das seelische und körperliche Empfinden. In den Situationen ist es wichtig einen persönlichen „Notfall-Koffer“ zu haben, denn jeder reagiert auf Stress, Druck oder Krisen unterschiedlich.

Die Methode der Aufstellung unterstützt den Lösungsprozess bei Stresserleben, Krisen und Konflikten am Arbeitsplatz. Was hilft bei der Lösung? Was sind Hindernisse bei der Erreichung des Ziels? Welche Ressourcen werden gebraucht?

Resilienzkräfte stärken

Was macht die Seele stark? Resilienz sind die inneren, seelischen Widerstandskräfte. Sie helfen uns, Krisen zu meistern und Risikosituationen zu überstehen. Im beruflichen Alltag stellt Resilienz einen wesentlichen Baustein für den Umgang mit Stress und der Gesundheitsförderung da.

Resilienz kann man lernen und stärken. Es werden die notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten praktisch vermittelt, um die inneren Widerstandskräfte zu stärken und sie in den Berufsalltag zu integrieren.

Burnout

In Vorbereitung

Mindful Leadership

Durch Bewusstseinstraining verbessert sich die Qualität der Selbstwahrnehmung und der Selbstregulierung von Emotionen, so dass ein situativ kongruentes und präsentes Führungshandeln wirksam wird.

Mit dem Ziel selbst in Führung zu gehen, wird die Präsenz, die Bewusstheit und die Empathie für sich und andere erweitert.

Wissenswertes
zu psychischen Erkrankungen

Psychische Leiden haben erhebliche wirtschaftliche und gesundheitspolitische Auswirkungen. Nur ein Teil der Betroffenen wird adäquat behandelt.

Die „unsichtbare“ Last

Psychische Störungen werden im medizinischen Kontext im ICD-10 erfasst (International Classification of Dissenses). (mehr Informationen zum ICD-Code – F)

Im Folgenden sind wesentliche psychische Erkrankungen im Arbeitskontext aufgeführt:

Ängste - Die Verräter der eigenen Bedürfnisse

Ängste kennt jeder Mensch! Eine bedrohliche Situation löst dabei körperliche Reaktionen, wie Herzrasen, Schwindel, Zittern oder Schweißausbrüche aus.

Bei Angst- und Panikstörungen geht das Erleben über eine natürliche bedrohliche Situation hinaus. Es handelt sich dabei um frei flottierende Ängste, Phobien oder Panik. Angst wird als Krankheit bezeichnet, wenn sie unangemessen stark oder anhaltend ist. Zudem wenn sie ohne ausreichenden Grund auftritt und nicht mehr kontrolliert werden kann oder Leid verursacht.

Angst zählt zu den hemmenden Gefühlen, die den Kontaktprozess unterbrechen. In der Gestalttherapie wird Angst auch als „Verräter der eigenen Bedürfnisse“ bezeichnet.

Burnout-Syndrom - Das Gefühl der Leere

Burnout zählt nicht zu den klinischen Diagnosen, sondern ist ein sozial- und arbeitspsychologisches Konstrukt, dass in den 70er Jahren entstanden ist.

Es ist von einem Burnout-Syndrom die Rede, da es sich um eine Vielzahl an verschiedene auftretenden Symptomen handelt, ohne dass die Entstehung im Detail bekannt ist. Burnout wird als Resultat einer chronischen Arbeits- und interpersonellen Stressbelastung beschrieben. Das Ausbrennen kann als Prozess beschrieben werden, der in verschiedenen Phasen abläuft. Merkmale sind emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung/Zynismus und eine empfundene reduzierte Leistungsfähigkeit.

Zentrale Symptome eines Burnout-Syndroms sind Gefühl der emotionalen Leere, Verlust der Lebensfreude und Zuversicht, deutlich eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Rückzug aus dem sozialen Umfeld und Überforderung.

Depressionen - Die ungelebte Trauer

Laut WHO handelt es sich bei Depressionen um das viertgrößte Gesundheitsproblem weltweit. Mindestens 20% der Frauen und 12% der Männer weltweit leiden im Laufe ihres Lebens unter Depressionen.

Eine Depression kann durch viele unterschiedliche Faktoren (Krisen, genetische Faktoren, biologische Faktoren, Medikamente, körperliche Erkrankungen etc. ausgelöst werden.

Die Betroffenen leiden unter einer gedrückten, pessimistischen Stimmungslage und Niedergeschlagenheit, aus der sie sich nicht selbst befreien können. Symptome sind Interessenverlust, Antriebslosigkeit, ängstliche Grundstimmung, Müdigkeit, Druckgefühle in der Brust, Schlafstörungen, Denkhemmung und Grübelneigung, herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit, mangelnder Selbstwert und Selbstvertrauen.

Manie und Bipolare affektive Störung

Zu den affektiven Störungen zählen neben der Depression die Manie und die Bipolare affektive Störung.

In der Manie kommt es zu euphorisch-gehobener oder gereizter Stimmung. Symptome sind Stimmungshoch, Antriebssteigerung, Selbstüberschätzung, fehlendes Krankheitsgefühl, Verlust sozialer Hemmungen, vermindertes Schlafbedürfnis.

Bei bipolaren affektiven Störungen wechseln sich Euphorie (Manie) und die Depression in Intervallen ab.

Essstörungen - Die Suche nach Identität

Essstörungen zeichnen sich durch ein gestörtes Essverhalten aus, das mit der Aufnahme an zu großer oder zu niedriger Nahrungsmengen einhergeht. Es gibt viele Unterformen gestörten Essverhaltens. Im klinischen Kontext werden jedoch unterscheiden die Magersucht, Bulimie, Bing-Eating und Adipositas (Übergewicht).

Essstörungen sind häufig begleitet von anderen psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen, wie depressive Störungen, Angststörungen, Suchterkrankungen, bestimmte Persönlichkeitsstörungen, selbstverletzende Verhalten und Suizidalität, Boderline-Störung.

Psychosomatik - Das Seelenleid im Körper

Psychosomatische Beschwerden bedeuten für die Betroffenen ein körperliches Leiden ohne eine ausreichende organische Ursache. Die körperlichen Beschwerden werden durch psychische und psychosoziale Belastungen hervorgerufen.

Eine Trennung von psychosomatischen und rein psychischen oder somatischen Erkrankungen wird heute nicht mehr vorgenommen. Körperliche Erkrankungen haben Einfluss auf die Seele und seelische Belastungen haben eine beeinträchtigende Wirkung auf den Körper.

Süchte - Das ungelebte Leben

Sucht und Suchterkrankungen sind psychische Abhängigkeiten, die mit einem dranghaft erlebten Verlangen einhergehen. Unterschieden wird zwischen Abhängigkeit und Missbrauch (schädlicher Gebrauch). Neben einer psychischer Abhängigkeit kann es auch zu einer körperlichen Abhängigkeit kommen, die sich in Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Angst ausdrückt.

Sucht hat viele Gesichter und dient dazu, innere Spannungen, Unruhe und eine innere Leere zu bewältigen. Es besteht eine Unfähigkeit im Umgang mit den eigenen Gefühlswelten und -ausdruck. Sucht verhindert durch Kontaktunfähigkeit wichtige Beziehungserfahrungen und hinterlässt Spuren von ungelebten Leben.

Zu den Substanzen zählen Alkohol, Tabak, Koffein, Beruhigung- und Schlafmittel und illegale Drogen. Zum Suchtverhalten zählen auch nichtsubstanzgebundene Abhängigkeiten, wie Spielsucht, Internet- und Mediensucht, Arbeitssucht, Sexsucht, Kleptomanie und Pyromanie.

Zwänge - Der innere Kontrolleur

Zwänge kennen auch viele gesunde Menschen, beispielsweise wie das Bedürfnis nach übertriebener Sauberkeit oder einer bestimmten Ordnung.

Zwangsstörungen stehen den Angststörungen sehr nahe und die Handlungen führen zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Alltags. Es besteht der innere Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Die Handlungen führen dazu, die übermäßige Anspannung und Angst zu beruhigen.

Die Häufigkeit von Zwangshandlungen ist variabel und können von einem periodischen Rhythmus bis zu einer dauerhaften Frequenz anhalten.