Kränkungen machen krank

Kränkungen am Arbeitsplatz

Gratifikationskrisen

„Nichts gesagt, ist schon genug gelobt“ ist leider noch viel zu oft der Leitgedanke in Unternehmen. Wenn Führungskräfte mit Anerkennung geizen oder loben, um dann wieder abzuwerten, gehen ein hohes Risiko ein. Mangelnde Anerkennung kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. 

Studien belegen, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Gesundheitszustand von. Arbeitnehmern und der Anerkennung für berufliches Engagement. Unter einem anerkennenden Verhalten zählen finanzielle Belohnungen, emotionale Wertschätzung oder statusbezogene Zuwendungen wie Aufstiegschancen oder Arbeitsplatzsicherheit. 

Wenn die Balance zwischen Leistung und Anerkennung nicht gegeben ist, kommt es zu „Gratifikationskrisen“. Die Krise wird körperlich und seelisch spürbar, da es vermehrt zur Ausschüttung von Stresshormonen kommt. Das Risiko steigt deutlich, dass Beschäftigte depressiv werden, an Süchten leiden und an Herz-Kreislauferkrankungen erkranken.

Mangelnde Anerkennung ist ein Zeichen des „Nicht-gesehen-werdens“ und der Abwertung. Beschäftigte laufen emotional ins Leere, was zu tiefen Kränkungen und Beschämung führt. Dies kann sich bis zum Mobbing steigern, was unkontrollierter sozialer Stress bedeutet. Kränkungen lösen Verunsicherungen aus. Und wo Unsicherheit herrscht, wird sich keine Motivation, keine Erfolgsgeschichte und keine Gesundheit entwickeln.

Jeder Mensch braucht Anerkennung. Anerkennung ist wichtig für unser Gefühl „In-der-Welt-zu-sein“ und uns in sozialen Interaktionen weiterzuentwickeln. Anerkennung schenkt Orientierung und Orientierung schenkt Sicherheit. Emotionale Sicherheit baut Stress ab. 

Eine gesundheitsfördernde Führung zeigt sich eben auch in der Kultur der Anerkennung. Wie wird Anerkennung in Ihrem Unternehmen zum Ausdruck gebracht?

Bei Fragen zu Möglichkeiten von Gratifikationen für Ihre Mitarbeiter vereinbaren Sie unverbindlich ein Gespräch > Dr. Julia Belke

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