Gesundes Zeitmanagement

Gesundes Zeitmanagement

Gesunde Zeitmanagement

Viele Beschäftigte erleben einen immensen Druck. Der Druck, es muss alles sofort erledigt sein, umgehend beantwortet werden, zu kurzfristige Deadlines eingehalten werden, gefolgt von dem inneren Druck eigenen und fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Unsere vernetzte Welt und Technologisierungen unterstützen diesen krankmachenden Prozess, so dass es uns schon gar nicht mehr richtig bewusst wird, wem wir uns unterwerfen und was wir verfolgen. Wir sind keine Maschinen und werden auch bei der größten Anstrengung nicht in dieser Geschwindigkeit arbeiten und uns auch nicht in dieser Geschwindigkeit entwickeln.

Menschen entwickeln sich langsam. Menschen brauchen Zeit, um zu lernen, sich zu verändern und Neues zu integrieren.

Wir brauchen ein Umdenken. Wer unter Druck steht, macht Fehler, trifft falsche Entscheidungen, kommt nicht vorwärts und kann sich nicht entwicklen. Wir müssen viel gesünder mit Zeit umgehen und brauchen ein angemessenes Zeitmanagement, das den Faktor Mensch berücksichtigt. Eine Haltung, die Ruhe, Loslassen und Achtsamkeit fördert, ist erforderlich. Es wird immer neue Möglichkeiten, neue Aufträge, neue Kunden, neue Wege geben, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Wenn wir offen durch die Welt gehen, lernen von Destruktivem loszulassen und uns auf gesunde Strukturen und Beziehungen zu fokussieren, werden positive Veränderungen stattfinden. Loslassen von Vertrautem, auch wenn es destruktiv ist, ist nicht leicht und macht Angst. Doch der Schritt Neues zu erkunden, lohnt sich. Unsere Zeit ist kostbar und letztlich sehnt sich jeder danach eine gute Arbeit zu leisten, erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen, Lob und Anerkennung zu bekommen und motiviert in den neuen Tag zu starten.

Ein gesundes Zeitmanagement berücksichtigt neben den Zielvorgaben, Deadlines, Budgets den Faktor Mensch. Projekte angemessen planen, bedeutet Zeiten angemessen planen. Angst und Druck führen dazu, das zum Wohlgefallen von Auftraggebern oder Vorgesetzten unrealistische Planungen zur Zielerreichung abgeben werden. Darauf folgt unweigerlich Zeitnot, Nachbudgetierungen, Stress und Konflikte. Die Resultate sind meistens unbefriedigend, was wiederum auf den Zeitdruck und die unerfüllbaren Anforderungen geschoben wird. Dabei kann der Zeitdruck nichts dafür und auch nicht die unerfüllbaren Anforderungen.

Zeitmanagement geht oft zu stark von idealtypischen Prozessverläufen aus. Prozessoptimierungen sind eine gute Sache und überall, wo etwas verbessert werden kann, sollte dies getan werden. Und trotzdem werden mindestes 20% zusätzlich an Zeit gebraucht als geplant. Abstimmungsprozesse beispielsweise haben sich deutlich erhöht, weil keiner mehr alleine eine Entscheidung treffen darf und zu viele Personen mitreden. Ausfälle jeglicher Art sind zu berücksichtigen. Insbesondere bei kreativen Prozessen müssen Zeiten berücksichtigt werden, die einen kreativen Prozess fördern: Auszeiten, Ruhephasen, Austausch mit Kollegen, Recherche, Inspirationen, Ideen verfolgen und verwerfen. Kommunikative Prozesse brauchen viel mehr Zeit, da mehr „Übersetzungsleistungen“ zwischen Experten geliefert werden müssen, damit sie überhaupt einander verstehen.

Ein gesundes Zeitmanagement für und nicht gegen den Menschen fördert gesunde Strukturen, ein gesundes Miteinander und gesunde Menschen. Jeder hat es in der Hand, sich zu entscheiden, Projekte angemessen zu planen und realistische Zeiten mit dem Fokus auf die realen Prozesse einzuplanen, um Druck zu reduzieren und Wachstum zu fördern.

Planen Sie ein Projekt im Gesundheitsbereich?

Ob Sie eine interne Kampagne, ein Gesundheitstag mit Keynote Speakern oder eine Seminarreihe für mehr Bewegung im Betrieb ins Auge fassen und keine Zeit für die Organisation und Steuerung haben, sprechen Sie mich an. Ich übernehme gerne das Projektmanagement und stehe mit Rat und Tat an Ihrer Seite.

Dr. Julia Belke

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